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Katie S. Farrell

Katie S. Farrell

Ist jetzt die Luft raus? Hängepartie einer Autorin zwischen den Büchern.

buchcoverGerade gestern kam mein neuestes Buch der Dawson-Reihe auf den Markt.
»Magnolia – Zauber des Südens« wurde gut vorbestellt, sie hat wohl den Vertrauensvorschuss ihrer Vorgängerinnen durch eine Dawson-Fan-Base übertragen bekommen. Vielen Dank dafür!
Laut meinen Testlesern übrigens nicht unverdient – ich hoffe, ihr seht das ebenso.

Ein bisschen ist jetzt tatsächlich die Luft raus, ich bin wieder ruhiger. Das hält meist nicht lange, da ich der aktive Typ bin. Trotzdem sitzt man einen Moment mit glasigem Blick da und lässt die letzten Tage Revue passieren.
Dann wird der Schreibtisch aufgeräumt, die Stapel sortiert, Zettel mit Erinnerungen an Erledigtes wandern in sportlichem Bogen in den Papierkorb.
Ach ja, das gehört noch auf den Stapel für die Steuerberaterin, hier sind die Layout-Versuche zum Flyer für meinen Autorenstammtisch. (Die Rosenheimer Autoren haben eine Facebook-Seite, schaut doch mal vorbei). Ausschnitte mit Tipps für Lesungen und Hörbücher, Entwürfe zu Covern und meinen Werbeflyern werden sortiert abgelegt.
Die Wien-Führer kommen weiter nach vorne – lang ist nicht mehr hin bis »Die Schöne und das Biest« als Musical. Ich freue mich schon unglaublich. Tolle Musik, romantische Story mit Fantasy, genau mein Ding.
Der Schreibtisch ist bereit für die nächste (Schand)tat.

Jetzt nehme ich mir Zeit zum Lesen, andere Bücher, nicht meine!
Das Wetter ist nichts Besonderes, aber Reiten macht immer Spaß, selbst bei eisigem Wind! Also nichts wie in den Sattel und raus in die neblige Winterlandschaft.
Hausputz ist fällig und ein runder Geburtstag will organisiert werden. Und die Kinder sollen lernen, wie sie ihre Steuererklärung ab nächstem Jahr alleine schaffen. (»Was, so viel Kirchensteuer zahle ich?«)
Abends ein Glaserl Wein bei Game of Thrones, das ist wohlverdient, auch wenn es nicht ganz zur für mich sinnvollen Fastenzeit passt.

Also »Luft raus« und »Hängepartie« ist für mich etwas anderes. Das empfinde ich nach einem langen Arbeitstag, aber nicht nach einem beendeten Buch.
Denn die anstehenden Projekte sind vielfältig, sie betreffen hauptsächlich mein Alter Ego Ainoah Jace:
Ein Hörbuch für »Rebellen« ist in der Produktion, und die Rückkehr in die Welten Cassians (Sternenflut) steht bevor, um die Fortsetzung zu schreiben.
Ich spüre, wie sich Aufregung in mir breit macht.
Nicht mehr lang, tröste ich mich. Bald geht es wieder von vorne los. Mit der liebsten meiner Tätigkeiten, dem Schreiben.
Dann versinke ich in fremde Welten der Flusslande und sehe zu, wie ich Cassian aus der Gefangenschaft befreien kann. Die Zeit drängt, denn er muss seine Suche nach den Menschen beginnen, die von den Sternenwächtern als wertvoll genug angesehen werden, die Menschheit überleben zu lassen. Ich bin schon gespannt, wen er da finden wird.

Habt ihr Lust auf einen Ausflug in die Gegend, in der ich mich zuletzt herumgetrieben habe: Louisiana mit den Atchafalaya-Sümpfen und dem quirligen New Orléans? Dann setzt euch neben Magnolia in den Flieger und macht euch auf die Suche nach Jake!
Eine berührende Liebestory mit einigen leidenschaftlichen Szenen, viel Gefühlswirrwarr für die kesse Nola und einer spannenden Verfolgungsjagd nach kniffliger Mördersuche warten auf euch.

Magnolia - Zauber des Südens  Das E-Book bei Amazon ist mit 2,99 € sicher erschwinglich. Für die Kindle-Unlimited-Leser ist es auch wie alle meine Bücher in der Verleihversion zu haben.

  

Ich hoffe, euch gut zu unterhalten.

Eure Katie

 

 Leseprobe Magnolia:

Wir flanierten die Straßen entlang, immer tiefer in das French Quarter hinein. Royal Street, Rampart Street, Bourbon Street, lauter Namen, die ich in historischen Romanen schon gelesen hatte. Bunte Häuser mit den typischen Holzbalkonen im ersten Stock, viele offene Türen, aus denen Zydeco-Musik erklang und anregende Gerüche zu uns herausströmten.
»Was möchtest du essen, Nola? Fisch oder lieber Po’boys? Dad grillt heute Abend zuhause.«
»Was sind Po’boys, bitte?«, fragte ich entgeistert, und Jake grinste.
»Na, Sandwiches für die poor boys, die armen Jungs, eben. Keine Sorgen, sie schmecken gut und machen satt.«
»Das reicht mir, wenn wir heute Abend noch Gegrilltes essen. Die können wir im Vorbeigehen mitnehmen, oder?«
Er nickte und blieb am nächsten Verkaufsstand stehen, während ich mich um meine eigene Achse drehte, um die bunten Häuser zu betrachten.
Auf der anderen Straßenseite stand ein Mann vor einem Souvenirstand. Wieder eine weiße Bundfaltenhose. Er trug ein blaues Sakko und einen Strohhut und beschäftigte sich mit Ansichtskarten, aber ich hatte den Eindruck, dass er ins Schaufenster blickte. Beobachtete er uns?
»Nola, willst du ein Sandwich mit Seafood oder Steakschnipsel?«
»Welche Frage! Wenn ich die Wahl habe, dann bitte Seafood.«
Bevor ich abbiss, fragte ich Jake:
»Siehst du den Mann dort drüben? Den mit der weißen Hose? Tragen nicht die Marines eine solche Ausgehuniform?«
»Welchen Mann meinst du?«
Während ich die Geschmacksexplosion in meinem Mund genoss, starrte ich ungläubig auf die Stelle, an der vor zwei Sekunden mein Objekt der Neugierde gestanden war.
»Gerade war er noch da. Vielleicht ist er zum Zahlen reingegangen.«
Wir überquerten die Straße, in der es von Menschen aller Nationalitäten wimmelte. Ein bunt gekleideter Einradfahrer wich uns geschickt aus.
Ich spähte in den Laden, wo sich einige Besucher um die Mardi-Gras-Masken drängten. Kein Mann in weißer Hose.
»Ist nicht da drin«, stellte ich unnötigerweise fest.
»Was war mit dem Kerl? Warum interessiert er dich?«
»Lach nicht, aber ich hatte den Eindruck, dass er uns beobachtet. Außerdem saß im Café vorhin einer neben uns, der ebenso gekleidet war.«
»Ich lache gar nicht. Lass uns die Straße runter gehen. Wenn du ihn noch mal siehst, sag es mir gleich.«
Kauend schlenderten wir weiter, überall lag Musik in der Luft. Menschen lachten über einen Straßenkünstler, der sie pantomimisch unterhielt.
»Da vorne ist er!«
Ich deutete zur nächsten Kreuzung. Jake beschleunigte seine Schritte, und ich hatte Mühe zu folgen.
Als wir die Kreuzung erreichten, sahen wir ihn vor dem Eingang eines asiatischen Restaurants. Er blickte zu uns herüber, aber der Hut und die große, schwarze Sonnenbrille ließen nicht mehr als ein glattrasiertes Gesicht erkennen. Dann verschwand er im Inneren des Gebäudes. Sekunden später standen auch wir in den Räumen, in denen statt Jazz die gezupften Klänge von Mandolinen zu hören waren. Im Halbdunkel saßen etwa fünfzehn Gäste an verschiedenen Tischen. Der Gesuchte war nicht unter ihnen. Jake trat auf einen der Kellner zu und fragte ihn:
»Haben Sie einen Mann gesehen, mit weißer Hose und Strohhut?«
Der Kellner stellte sogleich fest, dass wir keine potenziellen Kunden waren, nickte dennoch und zeigte höflich auf eine Tür, die mit einem Perlenvorhang behängt war.
»Er ist in den Garten gegangen.«
»Vielen Dank.«
Wir schoben den Vorhang zur Seite und traten in eine kleine Oase voller Grün und Blüten, inmitten derer weitere Tische standen. Auch hier war jeder Platz besetzt.
»Das Gartentor«, war meine Vermutung, und Jake nickte.
Doch als wir auf die Straße traten, war keine Spur mehr von dem Mann zu entdecken.
»Egal«, winkte Jake ab. »Wir halten einfach die Augen offen.«
»Was glaubst du, wer das war?«
Er zuckte die Achseln.
»Keine Ahnung. So wie er sich verhalten hat, bin ich mir sicher, dass er nicht von uns erwischt werden wollte. Also hat er uns verfolgt. Vielleicht weiß Woodrow was.«
Ich sah mich neugierig um. Diese Straße schien die nächtliche Partymeile zu sein.
»Bourbon Street«, erklärte Jake und fügte hinzu: »Da steppt der Bär die ganze Nacht. Hier gibt es Musik und Tanz, sofern man genug Platz hat sich zu bewegen.«
»Und Bourbon?«, lächelte ich, und er nickte grinsend.
»Mit hoher Wahrscheinlichkeit. Außerdem knapp bekleidete Damen, die vor allem Federboas tragen.«
»Aha. So wie die da drüben?«
Eine Frau mit wunderschöner, mittelbrauner Haut trat aus einem der Klubs mit den Neonreklamen. Auf dem Kopf einen blauen Federschmuck, der bei jedem ihrer Schritte erzitterte, trug sie an ihrem üppigen Körper ein silbern glitzerndes Kleid. Beziehungsweise die Andeutung eines Kleides, das aus einem dekorativen BH und einem kurzen Rock bestand, die durch silberne Bänder verbunden waren. An ihrem Rücken hatte sie Pfauenfedern befestigt. Sie winkte mir zu, als sie meinen bewundernden Blick bemerkte, und ich grüßte zurück.
»Wow«, war alles, was ich hervorbrachte, Jake lachte laut auf.
»Du Landei! Hast du noch nie solche Kostüme gesehen?«
Ich schüttelte den Kopf.
»Ich dachte, so etwas gibt es nur in Rio.«
»Nein, in New Orléans gibt es alles. Und am Mardi Gras, dem wichtigsten Tag des Karnevals in dieser Stadt, gibt es verschiedene Umzüge. An einem davon ist diese Dame sicher Teilnehmerin. Es ziehen die römischen Götter mit ihrem Anführer Bacchus, dem Gott des Weines, vorbei und der Hirtengott Pan mit den Waldgeschöpfen. Schön bunt ist auch der Indianerumzug mit seinen vielen Federn. Die Stadt ist dann außer Rand und Band und voller Touristen aus der ganzen Welt.«
»Die ist jetzt schon voll. Wo passen die alle hin?«, fragte ich ein wenig fassungslos und fühlte mich tatsächlich wie die Gänsemagd vom Dorf.
»Man rückt eben schön eng zusammen. Das magst du doch gerne, Magnolia, oder?«
Bevor ich Kontra geben konnte, nahm er mich in die Arme, und ich verlor mich in seinem Kuss. Unsere Körper klebten aneinander, ich spürte die Knöpfe seines locker fallenden Hemdes durch mein dünnes Stretchkleid an meinem Busen und die Hände, die frech den Weg zu meinem Hintern nahmen. Doch, ich rückte wirklich gerne eng mit Jake zusammen.

Weiteres zum Vorgänger-Buch

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"Welcher Heldin fühlst du dich am stärksten verbunden?"

fragte mich neulich meine Tochter, als sie die Sammlung meiner Cover an der Wand betrachtete. 

Hm, der Gedanke ist eine Überlegung wert. Wie viel Autoren-Charakter steckt in meinen Figuren? Ich schreibe nun seit vielen Jahren, auch wenn meine Veröffentlichungen erst 2012 begannen. Natürlich ist jedes meiner Bücher mit einer Phase meines Lebens verbunden. Sei es durch Erlebnisse oder Schicksalsschläge, Personen, denen ich begegnete, Musikrichtungen oder durch die neuesten Filme oder Bücher.

Meine Fantasypassion leitete Herr der Ringe ein. (Mehr nicht auf dieser Seite – wer mehr darüber wissen will, kann sehr gerne bei meinem Alter Ego Ainoah Jace vorbeischauen)

Der erst verfasste Roman »Oneway to Montréal«, jetzt unter »Tausche Traummann gegen Liebe« veröffentlicht, beweist ganz sicher meinen zeitweiligen Wunsch, Journalistin zu werden. Reisen, Bevölkerungsstrukturen und die Diplomatie waren für mich schon immer interessant. Sammys Naturverbundenheit und Tanzlust kommt mit hundertprozentiger Wahrscheinlichkeit direkt aus meinem Inneren.

Maura aus »Vertraue mir« hat ein sportlicheres und deutlich risikobereiteres Wesen als ich. Spielte hier mehr das Verlangen so zu sein, eine Rolle bei der Charakterformung?

Den Charakteren der Frauen aus der Dawson-Reihe kann mich meine Familie dagegen ganz klar zuordnen, was mich teilweise überrascht hat und meist recht schmeichelhaft für mich ist.

Jolene»Jolene, da sehe ich dich vor mir«, bekam ich des Öfteren zu hören. Meine Schwägerin tat sich genau aus diesem Grund hart mit der Lektüre. Das Jeansmädchen, mit beiden Beinen auf dem Boden, auch wenn der romantische Kopf manchmal in den Wolken verschwindet, die Natur- und Tierliebe, die oft fast schon naive Gutmütigkeit und Solidarität, die nicht jeder verdient. Und ja, ich bin ähnlich nahe am Wasser gebaut.

ErinErin übrigens ebenso, aber trotz mancher kritischer Rezension finde ich, dass sie und ich jedes Recht dazu haben. Die Leukämie-Erkrankung eines Kindes zu begleiten, schwächt das Nervenkostüm – von den Ängsten, die einem den Schlaf rauben, mal ganz abgesehen. Ansonsten ist Erin der Mensch, der viel mit Abwägen und Überlegen beschäftigt ist. Das kenne ich leider, trotz aller Spontanität in früheren Jahren, von mir nur zu gut. Wenn sie auf der richtigen Spur ist, dann zieht sie das Ding auch durch. Und zwar zackig. Ach ja, ab und zu stehe ich auch auf Business-Look. Und er gefällt mir am passenden Mann (Josh) ebenso, wie der Lässig-Look von Raine und Riff.

SavannahBei Savannah, der jüngsten der Heldinnen, finde ich wenig Ähnlichkeit mit mir. Heiße Teenieklamotten, da hat leider nur sie die Figur dazu. Aber wenn ich sie hätte ..., ja vielleicht, aber keine bunt gefärbte Punkfrisur, egal wie sehr ich die Leute schocken will.
Ich bewundere sie. Sie hatte hart zu kämpfen, eine schlechte Ausgangsposition durch Unsinn im Teeniealter. Sie ist auf einen Blender und die falsche große Liebe reingefallen und dadurch misstrauisch und verstockt. Es gibt Parallelen mit mir bekannten Personen, aber nicht mit mir. 

Magnolia, da ist sich meine Umgebung wieder sehr einig: »Die hat viel von dir: soziales Engagement, manchmal eine zu schlagfertige Klappe. Sie sieht nicht alles furchtbar eng, denn jeder Mensch hat einen Grund, warum er so geworden ist, wie er ist. Hauptsache, man hilft ihm raus. Nola lernt gern Neues kennen, ist fremden Menschen gegenüber offen und geduldig, außer sie schikanieren jemanden, und sie lässt sich nicht einschüchtern durch mürrische oder cholerische Personen. Siehe Leseprobe unten.

Hobbys: Ja, da sind viele meiner Lieblingsbeschäftigungen bei den Ladys eingebaut.
Segeln, Reiten, Kajaken, Radfahren mag ich alles sehr. Schwimmen fehlt noch, fällt mir gerade auf. Vielleicht ist es das Richtige für Lana? Mal sehen.

MagnoliaMagnolia könnt ihr seit Kurzem vorbestellen – zum Sonderpreis von 0,99 € bis zum Tag des Erscheinens. Auch danach ist das E-Book mit 2,99 € sicher erschwinglich.

 

 


Ich hoffe, euch gut zu unterhalten.

Eure Katie

 

 Leseprobe Magnolia:

Hinter mir räumte Josephine gerade die Teller eines Gastes ab, und das Pärchen erhob sich, um zu gehen. Da stieß die junge Frau einen unterdrückten Schrei aus. Dem Schrei folgte ein ohrenbetäubendes Klirren, als ihr das Tablett mit Tellern und Gläsern aus der Hand rutschte und zu Boden krachte.
Der Blick Josephines hing an dem Mann, der sich anschickte, das »Chez Bernard« zu betreten. Josephine wich zurück und stieß an meinen Tisch. Sie war leichenblass. Ich erhob mich und ergriff ihren Arm, weil sie zu schwanken begann.
»Setzen Sie sich, Josephine!«, befahl ich sanft, aber sie schüttelte den Kopf und sah zur Tür.
Der Mann stand in der Öffnung, und sein dunkler Blick saugte sich an der Kellnerin fest.
Bevor er jedoch noch einen Schritt tun konnte, passierten drei Dinge:
Bernard kam aus der Küche geschossen und begann wie ein Tobsüchtiger zu schreien, als er den Scherbenhaufen am Boden entdeckte.
Draußen fuhr ein schwarzer SUV vor.
Josephine fiel mir in die Arme, als sie ohnmächtig wurde.
Der Mann, der vermutlich daran schuld war, zögerte. Es wirkte auf mich, als wolle er herüberkommen. Aber die Kellnerin hatte sicher einen Grund für ihre panische Angst vor ihm, deshalb überschrie ich den tobenden Bernard mit den Worten:
»Kommen Sie nicht näher, oder ich rufe die Polizei!« Was mir zugegebenermaßen schwergefallen wäre, mit der jungen Frau in den Armen.
Der Dunkelhaarige schüttelte verunsichert den Kopf, dann verschwand er durch die Tür, kletterte eilig in seinen Pick-up und verließ den Parkplatz mit kreischenden Reifen.
Ich bettete die Ohnmächtige auf meine Jacke und schob meine Tasche unter ihre Beine, um sie hoch zu lagern. Doch sie schlug schon wieder die Augen auf, in denen nun Tränen schwammen.
»Ist er ...?«
»Er ist weg«, versuchte ich sie zu beruhigen, aber sie begann zu weinen. Mein Gott, was für ein Drama spielte sich hier ab, das ich nicht verstand?
Nun baute sich Bernard neben mir auf und tobte weiter:
»Das war das letzte Mal, dass du hier etwas fallengelassen hast. Du bist gefeuert! So was Ungeschicktes wie dich kann ich nicht brauchen.«
Dann drehte er sich auf dem Absatz der ausgetretenen schwarzen Slipper um und schrie in der Küche weiter.
»Du bleibst hier, Charlotte. Das Gör ist zu nichts Besserem zu gebrauchen, als sich uneheliche Kinder machen zu lassen. Die ganze Familie ist arbeitsunfähig. Ich warne dich. Wenn du gehst, brauchst du nicht wiederzukommen.«
Ich hielt den Atem an, während die Wut in mir hochkochte. Wie abgrundtief gemein! Würde diese Charlotte nachgeben oder die Küche verlassen?
Momentan erschien niemand, aber Josephine begann sich aufzusetzen. Die Tränen strömten ihr über die Wangen, und ich fragte unsicher: »Geht es wirklich schon wieder?«
Sie nickte und ließ sich von mir aufhelfen.
Die Eingangstür klappte auf, und ihre Augen zeigten mir, dass sie den Ankömmling kannte.
Eine dunkle Stimme fragte: »Was ist denn hier los?«
Josephine schluchzte laut auf: »Jake!«
Und stürzte sich von meinen Armen in die des Mannes, wegen dem ich hergekommen war.
Jake hielt die junge Frau fest umfangen und murmelte beruhigende Worte, während seine Augen mich durchbohrten. Was für eine surreale Situation!
Der ältere Mann vom Nachbartisch sagte mit geschäftig klingender Stimme: »Sie hat ein paar Teller fallen lassen, und Bernard hat sich aufgeregt. Nichts weiter passiert, Jake.«
Nichts weiter passiert? War ich im falschen Film? Den Dunkelhaarigen hatte er wohl ebenso übersehen wie das Mobbing.
Ich explodierte, was nach den angespannten letzten Tagen nicht erstaunlich war. Inklusive der Tatsache, dass mein Ex-Lover gerade seine neueste Flamme tröstete, während ich umsonst hierher gekommen war. Dennoch konnte ich die Ungerechtigkeit gegenüber der zarten Prinzessin nicht so stehen lassen.
»Was genau verstehen Sie unter ›nichts weiter passiert‹, Mister? Das Mädchen hier wird schikaniert, ebenso wie eine zweite Frau in der Küche, und keiner von den Gästen sagt etwas dazu? Ist das die berühmte Südstaatenhöflichkeit, dass man einem unverschämten Choleriker das durchgehen lässt?«
Der unverschämte Choleriker tauchte umgehend im Gastraum auf, der Beweis, dass er meine Worte gehört hatte. Er bremste vor mir ab und plusterte sich auf. Als sich sein Mund öffnete, um nun mich anzuschreien, hörte ich Jakes trockene Worte hinter mir:
»Ich würde es sein lassen, Bernard. Dieses Cowgirl besitzt einen knackigen, rechten Haken und setzt ihn gelegentlich bei Kneipenschlägereien ein, wenn sie sich ärgert. Außerdem hat sie recht. Ich habe dich schon mal gewarnt, deine Art und Weise zu ändern. Josie, Chérie, lass uns gehen! Nola, du auch!«

 

Magnolia erscheint am 17.02.2018 und kann bereits vorbestellt werden - Weiteres zum Vorgänger-Buch

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Ist euer Handyton ... romantisch, peinlich, erschreckend oder brav?

Kennt ihr das? Ihr sitzt im Café und plötzlich geht am Nachbartisch das Handy los? Manchmal erschrickt man oder fühlt sich gestört. Im besten Fall verbeißt man sich mühsam das Lachen. 

Für meine Heldin Magnolia war ich auf der Suche nach einem Ton, der zu ihr passt. Vom Charakter her ist sie positiv und hilfsbereit, aber auch temperamentvoll und eigensinnig, eine irre Autofahrerin und momentan an ihrem seelischen Tiefpunkt. Sie ist verliebt und weiß, sie muss sich diesem neuen Gefühl stellen, will sie nicht den Mann verlieren, der es in ihr erweckt hat.

Mein eigener Handyton ist absolut unpassend für sie - Raemonn ist nix! für Nola. Also suche ich im Internet und finde die Top Ten der Klingeltöne. Wenn ihr auf den Link klickt, vorher die Lautstärke runterdrehen. Nur so als Tipp. https://www.youtube.com/watch?v=yb91x_oXyKQ 
Outen sich tatsächlich so viele sich mit diesen Tönen? Comic Sado Maso - nervige Aufforderung ran zugehen - heiße Frauenstimme für den Mann - Katzengekreisch mit Schuß - Riesenrülpser - Tarzanschrei. Kann ich mir nur bis zu einem gewissen Alter und bei ganz, ganz, ganz viel eigenartigem Humor vorstellen.

Magnolia 400bIn meinem Bekanntenkreis herrschen die Vorlieben für die Musik über den Klingelton. Von Metal-Geschrei über Blasmusik bis zur Klassik ist alles dabei, auch die Standardtöne der Handyhersteller.
Peinlicherweise hatte ich mich beim Einstellen neulich verklickt. Bruno Mars: A-ha-ha-ah-ha-ha-ha ... I love you just the way you are.
Ich mag das Lied, aber nicht, niemals nie als Klingelton. Es war wirklich sehr peinlich, weil ich zum Abstellen die Handyhülle aufklappen und sehr schnell sein muss, damit es sich nicht in Zimmerlautstärke bemerkbar macht. Puh.
Kurz dachte ich für Nola an Opera Metal von Nightwish. Nein, sie könnte eher der Hard Rock, aber auch der Classic Rock Typ sein. Queen ist da natürlich Nummer 1 auf meiner Liste. Der Titel spiegelt Nolas Stimmung auch ganz gut wieder. 

Was meint ihr? Leseprobe s. u.

Viel Spaß!

Eure Katie

Leseprobe Magnolia:

Mein Handyton weckte mich – Queen: Another One Bites The Dust – passte gerade irgendwie in mein Leben. Orientierungslos suchend fuhr meine Hand über die Bettdecke, auf der ich lag. Vom Schlaf völlig benommen, erwischte ich irgendwann den Annehmen-Button.»Nola? Hi, wie geht es dir? Du lässt gar nichts hören.«
Ich räusperte mich mühsam.
»Savannah?«
»Ja, klar. Was ist los? Du klingst komisch. Hab ich gestört?«
Ich griff nach der Piccoloflasche und trank einen Schluck. Dann ließ ich mich wieder zurücksinken.
»Nola?«
»Sorry, musste mich gerade betrinken. Vorher habe ich geschlafen, bin also noch nicht ganz da.«
»Du betrinkst dich und schläfst aber hoffentlich nicht allein?«
Ich begann zu lachen, bis ich einen Schluckauf bekam. Am anderen Ende wurde es still, dann folgte ein herzhaftes »Shit! Es hat nicht geklappt?«
Nun brach alles aus mir heraus und Savannah hörte schweigend zu, bis ich fertig war.
»Oh Nola, das tut mir so leid. Und du hattest das Gefühl, dass er gar nicht mehr interessiert ist? Oder nimmt ihn die Familiensituation zu sehr in Anspruch? Das kostet Kraft, was er gerade mitmacht. Vielleicht hat er keine übrig.«
Nachdenklich erwiderte ich:
»Ja, das hört sich logisch an. Aber offensichtlich hat er auch kein Verlangen nach Unterstützung. Nicht mal das, Savannah!«
»Mr. Marine und Hilfe annehmen? Das meinst du nicht im Ernst, Süße. Wie hat er auf deine Eröffnung reagiert?«

Als sie keine Antwort erhielt, kam es trocken durch den Lautsprecher: 
»Aha, du hast es ihm nicht gesagt. Du hättest vielleicht einen Mitleidsbonus bekommen, Nola.« 
Bevor ich hochgehen konnte, fügte sie noch trockener hinzu: 
»Vergiss, was ich gesagt habe. Wir reden hier von der starrköpfigen Frau, die trotz Schönheit, heißen Kurven, allen möglichen Talenten, neben dem den Männern den Kopf zu verdrehen, Minderwertigkeitskomplexe hat. Ach ja, nicht zu vergessen, besitzt sie höllischen Stolz, der es ihr nicht erlaubt, schwach zu erscheinen.«
»Gerade du müsstest mich doch verstehen!«, giftete ich zurück, und sie lachte herzhaft.
»Stimmt! Deswegen kann ich dich so gut analysieren. Hör mal, Nola: Willst du ihn nach wie vor?«
Ich seufzte.
»Er ist hier ganz anders.«
»Wie anders? Blöd? Noch arroganter? Abweisend?«
»Erwachsen, feinfühlig, fürsorglich, ein angehimmelter Onkel, beliebt.«
»Oh oh. So schlimm?«
»Ich will ihn zurück, Savannah. Aber seine Familie braucht ihn.«
»Dann such den Frauen gute Jobs, du kennst dich in dem Metier aus. Wenn sie es wieder selbst auf die Reihe kriegen, kommt er gerne zu dir zurück. Gib nicht auf.«
»Ich buche jetzt erst einmal keinen Rückflug. Ein paar Tage Urlaub werden schon gehen, oder?«
»Ich bin zu deinen Schichten im Tara’s. Jo kommt tagsüber gut zurecht. Das Büro mache ich abends.«
»Was sagt mein Bruder dazu? Also der, der jeden Abend an der Tür stehend wartet, bis du heimkommst.«
Sie lachte, und es hörte sich so glücklich an. Ich freute mich so für sie und Riff.
»Von wegen zuhause an der Tür warten. Ein Platz an der Theke ist immer frei. Du weißt doch, wie gerne er da rumhängt, wenn ich arbeite. Mach dir da keine Gedanken, das halte ich noch eine Zeit lang durch – problemlos und mit viel Spaß.«
In diesem Moment klopfte es an der Tür. 

»Savannah, vielen Dank, du hast mir Mut gemacht. Ich überlege mir morgen früh in Ruhe, was ich machen werde. Aber jetzt klopft es gerade.«
»Vielleicht musst du gar nicht mehr überlegen«, neckte sie mich.
»Zu leise und schüchtern für einen Marine«, war meine Schlussfolgerung, bevor ich mich verabschiedete.
Es klopfte wieder, und ich rief: »Einen Moment.«
Als ich kurz vor dem Spiegel stehen blieb, erblickte ich eine wirre Mähne, aber zumindest keine rot geschwollenen Augen.
Ich öffnete die Tür und erstarrte. Dann schloss ich sie so schnell wieder, dass Jakes Freund Maxime keine Chance hatte, das zu verhindern. Damit hatte der Mann, der sicher die gleichen fantastischen Reflexe wie Jake besaß, nicht gerechnet. Von wegen zu leise für einen Marine.
Ich griff mit zitternden Fingern nach meinem Handy, als ich sah, wie sich der Türknauf drehte. 
Der Kerl knackte mein Schloss.

 

 Magnolia erscheint voraussichtlich im Januar 2018 - Weiteres zum Vorgänger-Buch

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Weitere Leseproben zu meinen Büchern findet ihr in den vorigen Blogeinträgen und auf meiner Facebookseite.
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Vom Winde verweht ... - romantische Südstaatenrecherche?

Ich recherchiere wieder fleißig, manchmal ein Fluch, aber meist ein Segen, denn durch nichts anderes lerne ich so schnell in so kurzer Zeit dazu.

Autorenurlaub: Hitze, Stau und Traumwelten

Mein mega-langer Urlaubsblog – Kroatien oder: Auf den Spuren meiner Kindheit und was daraus wurde.

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"Liebe besteht nicht darin, dass man einander anschaut, sondern dass man in dieselbe Richtung blickt." (Antoine de Saint- Exupéry)

Knuffig ab in den Süden!

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Being a writer means ... Entspannung kann viele Gesichter haben

»Being a writer means making the world a better place« - gewichtige Worte. Leider sind sie nicht von mir.

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